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Mut zur mehr Vielfalt: Wie Biodiversität die Produktivität unserer Wälder steigert

Verfasst von Isabelle Freymann am 08.05.2018 unter Unternehmensnews

Der Schwarzwald gehört zu den bekanntesten deutschen Waldlandschaften. Und das, obwohl er zu einem Großteil nur aus eintönigen Fichtenforsten besteht. Vor allem die Holzindustrie schätzt diese Monokulturen, die sich im 20. Jahrhundert vermehrt durchsetzen konnten und den natürlichen Mischwald weitgehend verdrängt haben. Inzwischen weiß man jedoch: Diese Vorgehensweise war ein fataler Fehler. Denn eine höhere Biodiversität führt zu höherer Produktivität, auch im Wald. Warum dies allerdings so ist, war bislang unklar. In einem großangelegten Projekt in China versuchte nun ein internationales Forschungsteam, dieser Frage auf den Grund zu gehen – mit Erfolg!

An dem sogenannten Biodiversity-Ecosystem-Functioning-Experiment waren auch Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg, der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg, des Deutschen Zentrums für Integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig sowie der Technischen Universität Dresden maßgeblich beteiligt. Innerhalb von zwei Jahren pflanzten die Forscher in einer subtropischen Region im Osten Chinas rund 400.000 Bäume und Sträucher. Auf den Untersuchungsflächen standen diese Pflanzen in unterschiedlichen Konstellationen, entweder als Monokultur oder als Mischung aus jeweils vier, acht, 16 oder 24 verschiedenen Arten. Das Ergebnis: Das Wachstum der Bäume war umso größer, desto mehr Arten in ihrer direkten Nachbarschaft vorkamen. Grund dafür ist der geringere Konkurrenzdruck, der mit der steigenden Biodiversität einhergeht. Die Bäume nutzen spezielle Nischen aus, wie etwa vorhandene Lücken im Kronendach. Flächen mit 24 verschiedenen Baumarten konnten dank positiver Interaktion einen um 122 Prozent höheren Holzzuwachs als Monokulturen verzeichnen. Mischwälder sind somit nicht nur ökologisch sinnvoll. Von einer größeren Biodiversität profitiert am Ende auch die Holzindustrie!

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