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Erfolgsgeschichte aus Tansania: Deutsches Forschungsnetzwerk verbessert Ernährungssituation vor Ort

Verfasst von Angelika Werner am 06.11.2017 unter Unternehmensnews

Dr. Stefan Sieber ist Diplom-Agraringenieur und am Institut für Sozialökonomie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandforschung (ZALF) in Münchberg bei Berlin tätig. Als Koordinator des GlobE-Forschungsnetzwerks Trans-SEC arbeitet er gemeinsam mit 120 Wissenschaftlern daran, die Ernährungssituation von Kleinbauern in Tansania zu verbessern. Jetzt hat er der Redaktion von Pflanzenforschung.de ausführlich Rede und Antwort gestanden. Im Interview skizziert er, wie er und sein Team ganz konkret Kleinbauern in Tansania helfen konnten.

„Innovationen müssen passen!“

Stefan Sieber betont, wie wichtig es sei, auf die Gegebenheiten vor Ort zu achten, wenn man Innovationen in Ländern wie Tansania einführen möchte. So habe man die Bauern persönlich in den Veränderungsprozess eingebunden, viele seien aber Analphabeten und sprächen nur ihre lokale Sprache. Mit einfachen Mitteln habe man kommuniziert und sich abgestimmt.

Konkret haben Stefan Sieber und sein Team zum Beispiel verbesserte Lagerungssysteme für Ernteprodukte eingeführt. Bisher brachten die Bauern ihre Ernten nahezu zeitgleich auf den Markt, was zu einem Überangebot und sinkenden Preisen führte. Jetzt wissen sie, wie sie ihre Produkte lagern und damit die Preise auch höher halten können. Auch Hinweise zu effizienter Bewässerung und passgenauer Düngung, die Einführung von Lehmöfen, die offene Feuerstellen ablösen, oder die Entwicklung von Küchengärten in Plastiksäcken hätten die Lebenssituation der bäuerlichen Familien nachhaltig verbessert.

Zusammenfassend zeigt sich Stefan Sieber überzeugt, dass „Innovationen passen müssen“, um nachhaltig Erfolg zu haben. Sie müssen an das Wissen und Erfahrungen der Menschen vor Ort sowie an soziale und klimatische Bedingungen angepasst sein, wenn sie Wirkkraft entfalten sollen. Genau das sei das Ziel seines Projektes. Das gesamte Interview kann hier nachgelesen werden.

Stefan Siebers persönliche Website finden Sie hier.